Toxine und Umweltgifte

Die moderne Welt in der wir heute leben bietet leider nicht nur Vorteile und Annehmlichkeiten. Die Industrialisierung der Gesellschaft hat seit ihrem Beginn zu einem beispiellosen Ausmaß an Umweltverschmutzung geführt. Und dieser Trend hält nach wie vor an. 

Unsere gesamte Umwelt, unsere Nahrung, die Pflanzen, die Tiere, die Alltagsgegenstände, die Atmosphäre, alles ist voller Schadstoffe, Abgase, Pestizide, Chemikalien, Kunststoffe, Schwermetalle, Konservierungsmittel, Medikamentenrückstände, Wachstumshormone und zuletzt auch elektromagnetischer Wellen und sonstiger Strahlenbelastung durch technische Geräte. Diese Toxine und Umweltgifte nimmt unser Körper zwangsläufig tagtäglich in sich auf. 

Das heimtückische ist leider, dass man diese Stoffe mit bloßem Auge selten sieht. Und auch der Schaden den sie im Körper verursachen zeigt sich oft erst nach vielen Jahren. Den wenigsten Menschen ist der Zusammenhang zwischen Umweltgiften und einer geschädigten Gesundheit überhaupt bewusst, zumal der Nachweis schwierig ist. 

Gerade als jemand der von einer chronischen Erkrankung betroffen ist, solltest du hier jedoch einmal genauer hinschauen. Es lohnt sich ganz gewiss. 

Inhalt:

Belastungen durch Toxine minimieren

Toxine sind per Definition körperfremde Stoffe, welche erstens von Natur aus nicht in deinen Körper gehören, und zweitens durch ihr Vorhandensein einen gesundheitlichen Schaden anrichten. Es wäre also zunächst einmal notwendig, die Toxine zu identifizieren denen du täglich ausgesetzt bist, um dann zu schauen wie du deren negative Auswirkungen in deinem Alltag schrittweise minimieren kannst.

Lebensmittel

Wie bereits im Kapitel zur richtigen Ernährung erwähnt, sind frische Lebensmittel aus konventionellem Anbau, also Obst und Gemüse, fast immer durch Pestizide belastet. In Fisch wiederum finden sich oft Schwermetalle und Mikroplastik. In der Massentierhaltung werden meistens Antibiotika eingesetzt, welche sich dann auch in Fleisch und Eiern wiederfinden. Daher ist es sehr sinnvoll, wann immer möglich Lebensmitteln in Bio-Qualität zu kaufen, um hier die Belastung für deinen Körper so gering wie möglich zu halten.

Zigaretten und E-Zigaretten

Erwiesenermaßen gilt das Rauchen von Zigaretten, übrigens auch von E-Zigaretten, nicht nur allgemein, sondern insbesondere für chronisch Erkrankte als gesundheitsschädlich. Als Raucher hast du schätzungsweise eine 20% höhere Wahrscheinlichkeit für einen schwereren Krankheitsverlauf und eine schnellere Behinderungsprogression, denn von den in einer Zigarette enthaltenen, einigen tausend Inhaltsstoffen fördern einige hundert massiv Entzündungsprozesse im Körper. Wenn du also Raucher sein solltest, wäre es nun wirklich an der Zeit damit aufzuhören. Wenn dir das alleine nicht gelingt, kann es sehr hilfreich sein an einem Raucherentwöhnungskurs teilzunehmen. Diese werden häufig von den örtlichen Gesundheitsämtern oder Krankenkassen angeboten. 

Trinkwasserqualität

Von offizieller Seite heißt es stets, dass das öffentliche Trinkwassernetz gut überwacht und die Trinkwasserqualität in Deutschland unbedenklich sei. Trotzdem lassen sich im Leitungswasser geringe Spuren von Schwermetallen, Keimen, Bakterien und Medikamentenrückständen nachweisen. Um dieses Risiko weiter zu minimieren, kann ein zusätzlich installierter Wasserfilter sinnvoll sein. Bei der Anschaffung solltest du darauf achten, dass dieser möglichst alle potentiell vorhandenen Schadstoffe herausfiltert. 

Waschmittel und Reinigungsmittel

Du könntest einmal schauen, welche Waschmittel und Reinigungsmittel du verwendest. In den meisten handelsüblichen Produkten sind zahlreiche Schadstoffe enthalten, wie etwa Tenside, Bleichmittel, Konservierungsstoffe, Chlorverbindungen und weitere. Auch diese gelangen über Haut und Atemwege leicht in deinen Körper. Du solltest zum Waschen und Putzen daher lieber ökologische Alternativen und Hausmitteln wie Essig, Zitronensäure, Soda, Natron und Kernseife zu verwenden. 

Kosmetikprodukte

Auch viele Kosmetikprodukte enthalten giftige Substanzen, die deiner Gesundheit schaden können. Formaldehyd steht im Verdacht, krebserregend und allergieauslösend zu sein. Steinkohlenteer in Haarfärbemitteln und Shampoos sowie Blei in einigen Produkten sind ebenfalls hochgefährlich und können Krebs oder andere schwere Krankheiten verursachen. Petrolatum, bekannt als Vaseline, behindert die natürlichen Entgiftungsprozesse der Haut. Du solltest Inhaltsstoffe stets sorgfältig prüfen, um Risiken zu minimieren, da gesetzliche Regulierungen in vielen Fällen unzureichend sind. Auch wenn es schwer fällt ist der Verzicht auf unnötige Kosmetikprodukte der sicherste Weg. 

Zahnfüllungen

Hast du noch Zahnfüllungen aus Amalgam? Dabei handelt es sich um eine Legierung aus Zinn, Kupfer, Silber und Quecksilber. Und eben jener Quecksilberanteil steht in Verdacht gesundheitsschädlich zu sein. Auch wenn die Füllung rein äußerlich intakt ist, werden mit der Zeit geringe Mengen Quecksilber freigesetzt. Sprich eventuell einmal mit deinem Zahnarzt und erkundige dich, ob es sinnvoll wäre Amalgamfüllung durch ein anderes Material zu ersetzen. 

Schädliche Bausubstanz

Selbst die Bausubstanz von Wohnhäusern, insbesondere ältere Gebäude welche nicht nach heutigen Standards errichtet wurden, kann mit schädlichen Stoffen und Materialien belastet sein. Dazu zählen Formaldehyd aus Spanplatten, Weichmacher aus PVC-Böden, Schimmelpilze in feuchten Wänden sowie Lösungsmittel und Schwermetalle aus alten Farben und Isolierungen. Eine baubiologische Untersuchung könnte helfen, solche Belastungen aufzudecken. Einen Schimmeltest für Zuhause gibt es günstig zu kaufen.

Elektromagnetische Strahlung

Zuletzt steht auch elektromagnetische Strahlung zumindest im Verdacht, gesundheitliche Probleme auszulösen, obwohl dieses Thema kontrovers diskutiert wird. Es kann nicht bestritten werden, dass technische Geräte wie Smartphones, Fernseher, Computer oder Mikrowellen elektromagnetische Strahlung aussenden. Es wird dir also zumindest nicht schaden diese Geräte öfter mal abzustellen und dein Smartphone nachts in den Flugmodus zu schalten, wenn es direkt neben dir auf dem Nachttisch liegt. 

Toxine aus dem Körper ausleiten

Es gibt wirksame Methoden welche dich dabei unterstützen deinen Körper zu entgiften und von all den schädlichen Toxinen zu befreien. Der menschliche Körper scheidet Toxine hauptsächlich über die Leber, die Nieren und die Schweißdrüsen aus. Da jedoch Toxine eigentlich nur fettlöslich sind, müssen sie vom Körper zunächst in wasserlösliche Stoffe umgewandelt werden. Erst dann können sie abtransportiert werden. Die folgenden Maßnahmen könntest du ausprobieren.

Ernährung und Flüssigkeit

Der erste Schritt um diesen Prozess zu unterstützen ist die ausreichende Zufuhr von Selen, Jod, Zink, Coenzym Q, Flavonoiden, Mineralien und Aminosäuren über die richtige Ernährungsweise mit viel grünem und buntem Gemüse sowie Gewürzen. Insbesondere leberfreundliche Lebensmittel wie Artischocken, Mariendistel, Kurkuma und Chicorée gehören dazu, und werden optional durch weitere Nahrungsergänzungsmittel vervollständigt. 

Sorge zudem für die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit, vor allem Wasser und Tee, denn dein Körper benötigt Flüssigkeit um die wasserlöslichen Toxine nach draußen zu befördern. Vermeide zudem Alkohol soweit wie möglich. 

Intervallfasten

Intervallfasten kann die körpereigene Entgiftung auf natürliche Weise unterstützen. Durch längere Fastenzeiten wird die sogenannte Autophagie aktiviert, ein Zellreinigungsprozess bei dem beschädigte Zellbestandteile abgebaut werden. Gleichzeitig entlastet das Fasten die Leber, die Nieren und den Darm. Der sinkende Insulinspiegel fördert den Fettabbau. Üblich ist bspw. der Verzicht auf Nahrung für 14 bis 16 Stunden täglich, d.h. die Nahrungsaufnahme wird auf 8 bis 10 zusammenhängende  Stunden pro Tag verteilt. Solltest du hiermit noch keine Erfahrung haben, dann gehe die Sache am besten behutsam an, um deinen Körper nicht zu überfordern, und steigere dein Fastenintervall Schritt für Schritt. 

Zeolith

Eine weitere Möglichkeit ist die Einnahme von Zeolith über einen Zeitraum von maximal vier Wochen am Stück. Danach sollte man eine etwas längere Pause einlegen bevor die Einnahme erneut durchgeführt wird. Zeolith ist ein vulkanisches Mineral, und eine sehr effektive toxinbindende Substanz welche Schadstoffe aus dem Körper filtert und zudem die Darmwand stärkt. Es bindet vor allem Schwermetalle, Ammonium und Histamin. Zudem reguliert Zeolith den Säure-Basen-Haushalt. Es sollte stets mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Flohsamenschalen

Um den Entgiftungsprozess noch weiter zu unterstützen kannst du regelmäßig Flohsamenschalen zu dir nehmen. Diese binden Wasser und Toxine im Darm, verdicken den Stuhl und erhöhen das Darmvolumen. Das entspannt den Darm und beschleunigt den Stuhlgang. Sie sind hilfreich bei Verstopfung, aber auch bei Durchfall. Du könntest sie bspw. direkt morgens zu deinem Müsli dazugeben.

Fermentierte Pflaumen

Auch sehr wirkungsvoll ist die aus Asien stammende fermentierte Pflaume, welche bei regelmäßiger Einnahme die Verdauung fördert, die Darmentleerung und damit auch die Entgiftung unterstützt. Die enthaltenen Milchsäurebakterien fördern die Ausscheidung von Toxinen. Weiterhin regen die enthaltenen organischen Säuren die Leberfunktion an. Sie wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin bereits seit Jahrhunderten angewendet.

Schwitzen

Dass durch Schwitzen, zum Beispiel in der Sauna, der Entgiftungsprozess über die Haut angeregt wird ist allgemein bekannt. Da gerade bei der MS die extreme Hitze auch kontraproduktiv sein könnte, gilt es hier jedoch vorsichtig zu sein und das regelmäßige Saunieren, wenn überhaupt nur sehr langsam einzuführen. 

Schwitzen kannst du aber nicht nur in der Sauna sondern vor allem auch beim Ausdauersport. Die natürliche Kombination aus Anstrengung und körperlicher Bewegung ist für die Entgiftung sehr förderlich.

Schlammbäder

Seit jeher werden auch Schlammbäder und Masken zum Ausleiten von Toxinen und weiteren körperfremden Stoffen angewendet. Diese altbekannte und wirkungsvolle Methode trägt neben der entgiftenden Wirkung zudem auch zur Verjüngung der Haut bei. Allerdings solltest du dich auch hierbei vorsichtig herantasten um deinen Körper nicht zu überfordern. 

 

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